Über die Galerie

Die Aufgabe der Galerie Nedbalka ist es, allen Interessenten an der bildenden Kunst die Möglichkeit zu bieten, sich mit den Werken der bedeutendsten, in der Slowakei ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart schaffenden Künstler bekannt zu machen.

Trip Advisor

Die Galerie Nedbalka befindet sich im Herzen von Bratislava, in einer der ältesten Straßen der Altstadt. Im 13. bis 15. Jahrhundert stand hier die Stadtmauer und im frühen 20. Jahrhundert war sie eine der architektonisch und historisch interessantesten Straßen im historischen Kern der Pressburger Altstadt. Auch heute immer noch verbindet die einst winkelige Straße die Straßen Laurinská und Uršulínska und behält nach wie vor ihren unbestreitbaren „genius loci“.

Die Galerie Nedbalka hat zwei Gesichter. Von außen zeichnet sich das Gebäude der Galerie durch seine typisch klassizistische Fassade im österreichisch-ungarischen Baustil, was es zu einem der schönsten Gebäude seiner Art in der Slowakei macht. Ein eigenes Kapitel in der Geschichte der Galerie stellt die einzigartige Erweiterung des Gebäudes dar, für die die berühmten slowakischen Architekten Viktória Cvengrošová und Virgil Droppa den Dušan-Jurkovič-Preis erhalten haben. Zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Etage findet man das geometrisch-minimalistische Werk des Vertreters der jüngsten Künstlergeneration – Ašot Haas, dessen Werk Teil des Interieurs für Kurzausstellungen bildet.

2012 wurde das Gebäude einer vollständigen Rekonstruktion unter der Leitung von Dipl.-Ing. Arch. Jarmila Kusá unterzogen, wodurch das Gebäude das Beste der Geschichte mit dem Interessantesten der modernen Architektur verbindet. Dank der Arbeit von den besten Bauspezialisten konnte die Rekonstruktion der Galerie in einer Rekordzeit von 15 Monaten abgeschlossen werden.

Schauen Sie sich die Räumlichkeiten der Galerie Nedbalka an.

Die Geschichte der Galerie Nedbalka

Die Geschichte der Galerie Nedbalka begann mit einer Sammelleidenschaft und einer Vision, die das, was als unmöglich schien, zur Realität machte. Die drei Philanthropen – das Ehepaar Miloslava Pašková und Peter Paško zusammen mit Artúr Bartoška – beschlossen die slowakische Kunstkultur zu fördern, indem sie ein Projekt einer großen und stabilen Institution ins Leben brachten, die der Öffentlichkeit private Sammlung slowakischer Kunst mitten im Herzen von Bratislava zugänglich machte. Mit Stolz und ohne Übertreibung, im Gegenteil, mit aufrichtiger Freude können wir sagen, dass unsere Institution einzigartig ist und von keiner anderen in der Slowakei bisher übertroffen wurde.

 

das Ehepaar Miloslava Pašková und Peter Paško zusammen mit Artúr Bartoška

Geschichte des Galeriegebäudes

Die Archiv- und Geschichtsforschung über den Standort der Galerie Nedbalka in der Nedbalova-Straße 17, die von der Historikerin und langjähriger Mitarbeiterin des Denkmalsamts Viera Obuchová geleitet wurde, hat viele interessante Fakten aufgedeckt.

Das Gebäude der Galerie ist ein Kulturdenkmal, das im Zentralen Denkmalverzeichnis unter der Nummer 651 geführt wird.  Es ist Teil des historischen Kerns des denkmalgeschützten Stadtreservats von Bratislava. Beim Gebäude handelt es sich um ein Bürgerhaus in der Reihenhausanlage in der Nedbalova-Straße, in dem einst die Wohnungen vermietet wurden. Der Gebäudeblock befand sich in der Nähe der Stadtmauer und des Lorenzertors.

Teodor Ortvay beschrieb in seinem Werk über die Straßen und Plätze von Bratislava zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Hummelgasse, heute genannt als Nedbalova-Straße, als eine der ältesten der Stadt.

Laut einem Manuskript von Vendelín Jankovič knüpft sich die erste Aufzeichnung bezüglich unserer Parzelle an das Jahr 1430 – Pedettin Judin. Im 19. Jahrhundert werden Josef Stöger (1878) und später der Steinkohlenhändler Adolf Heck mit seiner Frau Anna (1890-1894) als Eigentümer genannt. Damals befand sich auf dem Grundstück ein Wohnhaus mit zwei Innenhöfen und einem Wirtschaftsgebäude, mit einer Fläche von 99,5 Quadtratklafter (1 Quadratklafter = 3,5979 Quadratmeter).  1905 werden als Hausbesitzer Josef und Anton Tafelmayers genannt.

Das Gebäude an der Nedbalova-Straße 17 wurde anfangs des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es umgebaut und um ein Stockwerk erweitert, wobei im Erdgeschoss ein Restaurant errichtet wurde.

Der letzte bekannte Eigentümer des Immobilienobjekts war Jozef Pahr, der 1911 in Pressburger Wegweisser als Gastwirt aufgeführt wird. 1928 beantragte er beim Bauamt eine Genehmigung für den Bau eines weiteren Stockwerks. Das Anbau- und Umbau-Projekt, das vom berühmten Pressburger Architekten und Baumeister Alexander Feigler entworfen wurde, wird im Archiv der Stadt Bratislava aufbewahrt.

1930 wurden in den Räumlichkeiten des Restaurants Änderungen nach Plänen des Architekten Antonín Bartoš vorgenommen. Ziel der Umbauarbeiten war es, den Speisebereich mit der Theke und der Küche zu modernisieren. Seit 1940 wurde das Restaurant von Vincent Zapletal betrieben. Nach dem Umsturz von 1948 wurde die Immobilie verstaatlicht und dem staatlichen Betrieb NARRA zugewiesen. Seit 1950 wurde die Immobilie (damals Nedbalova-Straße 25) vom staatlichen Betrieb Vesna angemietet, der hier seine Betriebskantine eingerichtet hatte. Die minimale Wartung des Hauses hat zum allgemeinen Hausverfall geführt. Schon in den 1950er Jahren hatte man über eine komplette Renovierung der Immobilie nachgedacht.

Gebäude nach der Rekonstruktion

Erst anfangs der 1990er Jahre wurde eine vollständige Rekonstruktion der Immobilie eingeleitet, die als Sitz für die Devisenabteilung der slowakischen Staatssparkasse vorgesehen wurde. Die Architekten Viktória Cvengrošová und Virgil Droppa erhielten 1995 für die Realisierung der Rekonstruktion und des Gebäudeausbaus in der Nedbalová-Straße 17 den Dušan-Jurkovič-Preis, der vom Slowakischen Architektenverband verliehen wird. Das Gebäude der Galerie Nedbalka in der Nedbalová-Straße 17 wurde im Jahr 2011 vom ursprünglichen Besitzer erworben. Die Idee war, eine Kunstgalerie für die breite Öffentlichkeit zu errichten.

Slovenská sporiteľňa, a. s., hat die Immobilie nach der Fertigstellung ihres neuen und modernen Hauptsitzes freigegeben. Am Ende entdeckte der Bauherr Maroš Búci die verfallene „schlafende Schönheit“ und deckte die Rekonstruktion bis hin zur Bauabnahme und zum Erwerb der Genehmigung zur Nutzung des Bauwerks organisatorisch ab.

Die Projektstudie und Realisierungsprojekte zur Änderung des Nutzungszweckes und zur komplexen Rekonstruktion des Gebäudes wurden vom Projektteam unter der Leitung der Architektin Jarmila Kusá ausgearbeitet. Nach der Rekonstruktion verfügt das Gebäude über einen barrierefreien Zugang zu allen Räumlichkeiten.

 

 

 

Einige Dinge, die Sie nur live genießen können

Adresse

  • Galéria Nedbalka, n. o.
    Nedbalova ulica 17
    811 01 Bratislava
  • Google maps

Öffnungszeiten

  • Täglich geöffnet
  • außer montags
  • 13.00 – 19.00
  • Offen

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